„Abpflastern – jeder m² zählt!, jeder Tropfen zählt!“ ist ein Kampagnenbegriff, der für Flächenentsiegelung steht. Es gibt dazu einen bundesweiten Wettbewerb. Wir wollen unabhängig davon, die bestehenden Ansätze in Bielefeld fördern und zusammenführen.
Zunächst erläutern wir die Bedeutung des Projekts:
Versiegelte Flächen bestehen aus Asphalt, Beton, Pflastersteinen, Waschbetonplatten oder aus Schotterflächen vor Häusern, den sogenannten Schottergärten. Charakteristisch für diese Flächen ist, dass kein Niederschlag versickern. kann, dass es keine Pflanzen und Tiere dort gibt und dass sich die Flächen im Sommer stark erhitzen. Dies hat etliche Folgewirkungen, die uns besonders in den Städten zu schaffen machen.
- Auf 1m² Asphalt fallen im Jahr etwa 600 Liter Niederschlag, die nicht im Boden versickern, sondern abfließen und die Überflutungsgefahren bei Starkregen verstärken. Wir wollen, dass möglichst viel Wasser versickern kann, um Tieren, Pflanzen , dem Bodenleben und der Grundwasserneubildung zu dienen.
- Die Sommerhitze erhitzt denAsphalt auf über 60 Grad Celsius. Die Wärmeenergie wird Nachts an die Luft abgegeben und führt in Städten immer häufiger zu tropischen Nächten. Wir wollen das Boden und Pflanzen ihre kühlende Wirkung entfalten können und die Menschen ohne Hitzestress einen erholsamen Schlaf finden.
- Versiegelte Flächen sind ohne Leben. Wir wollen, das Boden und Pflanzen die Artenvielfalt in unseren Städten stärken. Auch kleine Trittsteine verbessern den Verbund der Biotope. Und Grün stärkt nachweislich die mentale Gesundheit von uns Menschen.
Und schließlich: Boden ist eine kostbare, begrenzte Ressource, die wir seit Jahrzehnten im Übermaß versiegeln. Täglich werden in Deutschland etwa 500.000 m² Boden in Siedlungs-, Gewerbe- und Verkehrsflächen umgewandelt. Es wäre verantwortungslos, versiegelte Flächen dort nicht zurückzubauen, wo dies möglich ist. Jeder m² zählt!
Dies sind die Argument, um Privatpersonen, Nachbarschaften, soziale Einrichtungen, Gewerbebetriebe, Kirchengemeinden, Schulen, Behörden und alle anderen einzuladen, sich am Projekt „Abpflasten“ zu beteiligen. Jeder kann in seinem Verantwortungsbereich Flächen finden, die man entsiegeln und renaturieren kann, vielleicht sogar mit Kooperationspartner oder Fördermitteln.
Das Forum „Zukunft im Klimawandel“ möchte das Projekt Abpflastern bewerben und bereits bestehende Initiativen vernetzen. Im Rahmen unser Möglichkeiten beraten wir. Wir wollen alle Entsiegelungen als Best Pratice Beispiele listen und motivationsfördernd bekannt machen. In diesem Sinn sammeln wir stadtweit entsiegelte Flächen wie im Bundeswettbewerb.
Ein Teilprojekt sollte folgende Kriterien erfüllen:
- Mindestfläche 1 m²
- Entfernung aller Bausstoffe. Ist dies nicht mögich, zählt die Fläche zu 50 %
- Auffüllung mit Boden oder Pflanzerde
- Bepflanzung, auch mit Rasensaat
- Rasengittersteine möglich, die Fläche zählt zu 50 %
Wir arbeiten an der Ausgestaltung unseres Projektansatzes und sind an Rückmeldungen und Kooperationsangeboten sehr interessiert.
Stand September 2025
